16.04.2026. Beim Lesen von Nachrichten und Alltagstexten – ob in der Zeitung oder online – fallen mitunter Formulierungen auf, die sich häufen, ohne dass man sie immer gleich einordnen kann. Gemeint sind weniger grobe Fehler als vielmehr sprachliche Manierismen: auffällige Wortbildungen, modische Wendungen oder auch syntaktische Eigenheiten. Ein Beispiel ist die zunehmende Verwendung von „-maxxing“ in Bildungen wie „Looksmaxxing“, die aus dem Englischen übernommen werden und sich, oft ohne klare Abgrenzung, in unterschiedliche Kontexte ausdehnen.
Auch auf der Ebene der Satzstruktur lassen sich solche Entwicklungen beobachten. So begegnet man dem vermehrten Einsatz von Kommata, um Satzteile zu markieren, obwohl sie syntaktisch eng angebunden sind, wie in folgendem Satz: „Für einen sicheren Betrieb, sind die technischen Voraussetzungen oft nicht, oder nicht vollständig, gegeben.“
Zum einen können wir beide Beispiele im nächsten Beitrag auseinandernehmen und klären. Zum anderen möchte ich Sie einladen, mir solche Beobachtungen mitzuteilen: Welche Formulierungen erscheinen Ihnen auffällig, vielleicht auch irritierend? Möglicherweise möchten Sie auch einschätzen lassen, ob Wortwahl oder Satzbau geeignet sind für Ihre Veröffentlichung, Ihre Zielgruppe.
Lektorat Oliver Krull
