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Sprachtendenzen

September 2017. Sprachtendenzen verfolgen Lektor(inn)en sehr aufmerksam, um bei ihrer täglichen Arbeit entscheiden zu können, ob ein verwendeter, vielleicht fremdsprachlicher Begriff, ob eine ungewohnte Satzstellung oder Zeichensetzung bloßer Manierismus ist oder damit tatsächlich etwas ausgesagt oder eine semantische Nuance erzielt wird. Im November 2015 hatte ich dazu Dr. Lutz Kuntzsch von der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. zu einer öffentlichen Sitzung des Verbandes der Freien Lektorinnen und Lektoren eingeladen. Bald zwei Jahre sind seitdem vergangen; der Duden hat vor wenigen Wochen seine neueste Ausgabe zur Rechtschreibung auf den Markt gebracht – vor allem aus dem Grund, mit der sprachlichen Entwicklung Schritt halten zu wollen. In solch einem weitläufigen Regelwerk muss der Sprachgebrauch jedoch zwangsläufig sehr allgemein abgebildet werden. Lektor(inn)en können dagegen – je nach Arbeitsbereich – Sprachstränge fokussierter betrachten und Wordings erstellen auch für solche Begriffe oder Satzkonstruktionen, die bisher keinen Eingang in (Online-)Nachschlagewerke gefunden haben. In loser Folge werde ich über Beispiele aus meinem Alltag in den kommenden Beiträgen berichten.

Lektorat Oliver Krull

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